Dermatologie - die Haut als Spiegel der Gesundheit.

Die Haut ist das größte Organ bei Mensch und Tier. Symptome sind äußerlich für den Tierhalter schnell erkennbar und können deshalb häufig in einem Frühstadium behandelt werden.

Dermatologie beim Hund - Behandlung von Hautkrankheiten

Generell kann der überwiegende Anteil der Erkrankungen relativ schnell mit den praxisüblichen Methoden diagnostiziert und behandelt werden. Immer wieder treten aber auch Fälle auf, in denen mit diesen Methoden keine eindeutige Diagnose erstellt werden kann und eine Behandlung keine Verbesserung bzw. sogar eine Verschlechterung der Symptome bewirkt.

In der Dermatologie und Allergologie legen wir deshalb über die reine Behandlung von Symptomen hinausgehend großen Wert auf einen kausaltherapeutischen Ansatz.

Generell kann man dermatologische Erkrankungen bei Kleintieren mit den folgenden Auslösern in Verbindung bringen: Parasiten, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselprobleme oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

Atopische Dermatitis
Die atopische Dermatitis ist eine häufige allergische Hauterkrankung  mit starkem Juckreiz. Sie ist eine fehlerhafte oder überschießende Immunantwort gegen körperfremde Antigene wie z. B. Pollen, Hausstaubmilben, Insekten und Pilze.

Die atopische Dermatitis ist durch Juckreiz mit Kratzen, Beißen und Reiben von Gesicht, Pfoten und Bauch gekennzeichnet. Viele Patienten zeigen häufige Infektionen mit Bakterien und Hefepilzen. Bei den meisten Patienten beginnt die Erkrankung in den ersten Lebensjahren.

Allergenimpfung bei Hund und Katze zur Bekämpfung von Allergien

Hyposensibilisierung oder allergenspezifische
Immuntherapie (ASIT)

Bei der Hyposensibilisierung handelt es sich um eine Art "Allergenimpfung". Sie wird empfohlen, wenn eine Allergie auf Pflanzenpollen, Schimmelpilze, Insekten oder Hausstaubmilben festgestellt wurde.

Ziel der Hyposensibilisierung ist es, dem allergischen Patienten eine wirksame Alternative zu Kortison oder anderen Medikamenten zu bieten. Ein Hauttest oder Bluttest erlaubt das Zusammenstellen einer Allergen-Vakzine zur Hyposensibilisierung.

Es wird versucht, die Immunantwort des Patienten auf die auslösenden Allergene günstig zu verändern. Dadurch werden im positiven Fall die ursprünglich juckreizauslösenden Allergene besser toleriert. In etwa 60 bis 70 % der Fälle erzielt man ein zufriedenstellendes Resultat. Die Tiere, die keine Verbesserung unter der Therapie zeigen, können mit modernen Shampoos und Alternativmedikamenten wie Antihistaminika, Fettsäuren oder immunmediierenden Medikamenten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität durch Linderung des Juckreizes erhalten

Dr. Meike Horn, Fachtierarzt für Kleintiere, Dermatologie bei Hund oder Katze

Dr. Meike Horn, Dermatologie beim Kleintier, Fachtierarzt für Kleintiere, Full Member of the European Society of Veterinary Dermatology (ESVD)

ASIT

Die allergen- spezifische Immuntherapie (ASIT) ist bislang die einzige etablierte Therapie, die "Ursache" und nicht nur "Symptome" der atopischen Dermatitis berücksichtigt.

Bei der Hyposensibilisierung handelt es sich um eine Art "Allergenimpfung". Sie wird empfohlen, wenn eine Allergie auf Pflanzenpollen, Schimmelpilze, Insekten oder Hausstaubmilben festgestellt wurde. Ziel der Hyposensibilisierung ist es, dem allergischen Patienten eine wirksame Alternative zu Kortison oder anderen Medikamenten zu bieten.