Unser Leistungs- spektrum

Flexible Endoskopie

  • Ösophago-Gastro-
    duodenoskopie
  • Coloskopie
  • Bronchoskopie

 


Starre Endoskopie inklusive minimalinvasiver Chirurgie

  • Arthroskopie
    als Teilgebiet der
    Orthopädie
  • Laparoskopie
  • Thorakoskopie
  • Cystoskopie
  • Rhinoskopie
  • Otoskopie

 


Arthroskopische Operationen

  • OCD Schulter,
    OCD Knie
  • Isolierte Meniskus-
    läsionen Knie
  • Bizepserkrankungen
  • Mediale Schulterinstabilität

 


Laparoskopische Operationen

  • Resektion
    abdominaler Hoden
  • Kastration von
    Hündinnen
  • Blasenstein-
    entfernung
  • Lymphknoten-
    biopsie
  • Lymphknoten-
    resektion (Ln. iliacus)
  • Darmbiopsien
    (full thickness)
  • Leber-/Nieren-/
    Pankreas-/
    Prostatabiopsien
  • Nierenresektion
  • Cholezystektomie
  • Adrenektomie

Präzise Untersuchungsergebnisse  sicher und schonend erzielen.

Mithilfe einer Endoskopie lassen sich spezifische Erkrankungen präzise diagnostizieren. So können wir einen exakten, dem Krankheitsbild entsprechenden Behandlungsplan erstellen.

Die Endoskopie inklusive minimalinvasiver Chirurgie ist in der Tiermedizin mittlerweile eine Operationsmethode, die nicht mehr wegzudenken ist. Dank der vielen Vorteile, wie z. B. kleinere Zugänge, schnellere Rehabilitation und geringere Schmerzen, ist auch die Akzeptanz ibei den Tierhaltern sehr groß.

In unserer endoskopischen Abteilung führen wir sowohl die flexible Endoskopie als auch die starre Endoskopie inklusive minimalinvasiver Chirurgie durch.

Arthroskopie

Die Arthroskopie kommt zur Abklärung von unklaren Gelenkerkrankungen vor allem in Ellbogen, Schulter und Knie zum Einsatz. Des Weiteren führen wir sowohl rein arthroskopisch-minimalinvasive Operationen als auch arthroskopie-assistierte Operationen durch.

Ein frakturierter Proc. coronoideus (FPC) zum Beispiel wird bei uns standardmäßig arthroskopisch operiert. Dazu sind nur drei kleine Einschnitte von jeweils ca. 0,5 cm medial am Ellbogengelenk notwendig. Mithilfe arthroskopischer Handinstrumente wie Zangen und Küretten, vor allem aber mit sogenannten elektrischen "Shavern" werden sowohl die Fragmentteile als auch der größte Teil des Proc. coronoideus entfernt. Diese Methode nennt sich "subtotale Coronoidektomie". Die Arthroskopie erlaubt uns dabei zwischen erkranktem und gesundem Knorpel und Knochen zu unterscheiden und so die Größe des zu entfernenden Stückes individuell zu beurteilen. Die Hunde belasten die Gliedmaße bereits kurz nach der Operation wieder, sodass auch eine gleichzeitige beidseitige Operation ohne Probleme möglich ist.

Ein weiterer Routineeingriff ist die Arthroskopie im Vorfeld einer chirurgischen Versorgung eines Kreuzbandrisses, z. B. mittels TPLO. Die Arthroskopie erlaubt uns hier eine umfangreiche Säuberung des Gelenkes von Bandresten und entzündeter Synovia. Weiterhin kann der Knorpelstatus im Hinblick auf ein chondromalazisches Geschehen erhoben werden. Der jedoch sicherlich wichtigste Aspekt ist die Beurteilung der Menisken, da insbesondere der Innenmeniskus häufig bei einem Kreuzbandriss beteiligt ist und bei Nichtbehandlung postoperativ zu Komplikationen wie anhaltender Lahmheit führen kann. Bei einem vorliegenden Meniskusschaden muss der betroffene Meniskus arthroskopisch entweder teilweise oder komplett entfernt werden (Meniskus(teil)resektion).

Arthroskopie Kniegelenk: Meniskuspalpation

 

Laparoskopie

Laparoskopische Operationen haben im Vergleich mit der Laparotomie den großen Vorteil der kleineren Schnitte und damit der geringeren Wundschmerzen. Die postoperative Rehabilitationsphase ist sehr kurz und auch der abdominale Schmerz deutlich geringer.

Eine der laparoskopischen Standardoperationen ist sicherlich die Kastration der Hündin. Dabei wird im Regelfall eine Ovariektomie durchgeführt, nur bei Veränderungen des Uterus wird dieser mit entfernt. Ein Wechsel von der einen (OE) zur anderen Methode (OHE) ist jederzeit intraoperativ möglich.

Die OE erfolgt über drei kleine Zugangslöcher (Durchmesser ca.
0,5–1 cm) in der Linea alba mittels Stichinzision. Über den ersten Zugang wird über eine Trokarhülse das Endoskop in das Abdomen vorgeschoben und dann über eine Pumpe medizinisches CO₂ in die Bauchhöhle geleitet. Nach Adspektion aller Abdominalorgane werden unter Sichtkontrolle die zwei weiteren Zugänge angelegt und Trokarhülsen platziert. Mit einer laparoskopischen Greifzange wird sodann der Eierstock an der Bursa ovarica ergriffen und zur Bauchdecke hochgezogen. Dann werden Uterus, Gefäße, Fett und Lig. ovarii mittels Elektrokoagulation kauterisiert und durchtrennt. Das Ovar wird über einen der Instrumentenzugänge entwickelt. Der Verschluss der Zugänge erfolgt nach Ablassen des CO₂ über einen zweischichtigen Verschluss (Bauchdecke, Haut inkl. Unterhaut).

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Entfernung abdominaler Hoden. Hierzu sind nur zwei (einseitig) bzw. drei (beidseitig) kleine Schnitte notwendig. Der Hoden wird mit dem Endoskop gesucht, mit einer Greifzange ergriffen und durch den Zugang extrakorporal vorgelagert. Die Gefäße und der Ductus spermaticus werden abgebunden, durchtrennt und die Stümpfe in das Abdomen zurückverlagert. Der Verschluss der Zugänge erfolgt wieder zweischichtig.